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Olympische Spiele in Peking

Sind die olympischen Spiele eine Propaganda-Show der chinesischen Diktatur?

Nein! Die Eröffnungsfeier war eine fröhliche Show, die Einblicke in eine sehr fremde Kultur gab.

Sollten die nächsten Wochen die Menschenrechtsverletzungen in Tibet im Fokus stehen?

Nein, es geht um den Sport. Genauso wenig wie die chinesischen Machthaber, die Spiele politisieren sollten, sollten dies die westlichen Medien oder gar westliche Regierungen tun.

Ist es für olympische Spiele unabdingbar, dass Journalisten jede Internetseite öffnen können?

Nein. Es ist unabdingbar, dass faire, glaubhafte, ehrliche und dopingfreie Wettkämpfe stattfinden.

Wer sind wir, dass wir unsere Maßstäbe über alles stellen? Und messen wir nicht mit zweierlei Maß? Kein Journalist wird in Guantanamo Interviews führen dürfen, verteufeln wir die USA deshalb? Wir haben uns mit George W. Bush abgefunden, westliche Demokratien bringen Berlusconis hervor, Russland und Georgien beginnen gerade einen neuen Krieg, im Nahen Osten herrscht seit 50 Jahren Krieg…

Nutzen wir die Chance, China in den nächsten Woche etwas besser kennen zu lernen. Verstehen werden wir China aber noch lange nicht.

Hätten die olympischen Spiele besser in einem anderen Land stattfinden sollen?

Die olympischen Spiele sind keine Auszeichnung für besondere Verdienste um die Menschheit. Unter welchen Bedingungen die Wettkämpfe stattfinden, wird sich zeigen. Daran sind die Spiele letztendlich zu messen und nicht an westlich geprägten Vorstellungen.

Ich möchte die Menschenrechtsverletzungen in China nicht schön reden. Ich bin froh, nicht in China zu leben aber man kann die Welt nicht in schwarz oder weiß aufteilen und so wenig wie bei uns im Westen alles weiß ist, ist in China alles schwarz.

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